Du glättest die hervorstehenden Adern deines Unterarms mit fiebrigem Atem

Du glättest die Farbe des Staubes auf deinem Körper mit ihrem Körper

Der Mahlstein dreht sich

Von deiner toten Haut streifst du die Lichtkrumen

Von ihrem lebendigen Haar

Du bist durstig und verschluckst deine Zunge

Du begehrst

Du erinnerst dich an die Körper, die die Peitschen in der Gefängniszelle Nr. X glätteten, und sie schliefen

Da, wo sich die Rücken und Beine und der Geruch von Verwesung anhäuften… da, wo die Köpfe verschwanden

Dein Kopf fällt vom Bett

Ihre Haare haben sich zu einem Kopf gewunden, als Ersatz für deinen ächzenden Körper

Du schließt deine Augen vor der Welt und schläfst

***

Ich stelle meine Lunge unter den streunenden Hunden wieder her

Mit vielen Zigaretten lerne ich, mit ihnen zu keuchen und den Geruch des Feuers zu riechen

Ich atme ein/ich atme aus/ich keuche

Um meine Haut davon abzuhalten, den Schrecken zu atmen

Um es in meine Brust zurückzuholen

Gleich dem, der unaufhörlich das Geheul wiederkäut

Ich wünschte, meine Hand hörte auf zu riechen

Den Geruch der Angst

Des Verlangens

Der Besorgnis

Meine Brust unterrichte ich unter zahlreichen Hunden

Mit der Angst vor Hunden fütterte ich die Wölfe meiner Lunge

Damit du unaufhörlich ihr Geheul wiederkäust, das sich in meiner Haut entfaltet

Ich wünschte, meine Haut hörte auf zu riechen

Übersetzung: Isabelle Felenda/Lea Rasche

Anas Salameh Illustration

© Anas Salameh

Ahmad Katlish

Syrischer Lyriker.

2018-03-13T20:49:55+00:00